Cappella Pratensis: Jacob Obrecht – Missa Maria zart
Cappella Pratensis: Jacob Obrecht – Missa Maria zart

Jacob Obrecht – Missa Maria zart

KartenKünstler:innen

29. November 2026 14:00 Uhr St. Elisabeth

Programm

14:00 Jacob Obrecht – Missa Maria zart
15:10 Kaffee & Glühwein

Mitwirkende

Cappella Pratensis
Tim Braithwaite, Erjan van der Velde | Superius
Lior Leibovici, Korneel Van Neste | Altus
Peter de Laurentiis, Julian Podger | Tenor
Marc Busnel, Jonty Coy | Bassus

“Nulli secundus”, “ohnegleichen”, sagt der berühmte niederländische Philosoph und Theologe Desiderius Erasmus über den französisch-flämischen Komponisten Jacob Obrecht und bezeichnet ihn damit als einen der größten Komponisten seiner Zeit.

Mit diesem Programm präsentiert Cappella Pratensis die mit einem Gramophone Award ausgezeichnete Aufführung der Missa Maria zart von Jacob Obrecht. Dieses Werk, das der Musikwissenschaftler Rob Wegman als “Die Sphinx” bezeichnet, ist einzigartig im Repertoire – eines der wahren Meisterwerke der französisch-flämischen Polyphonie.

Mit einer Dauer von fast einer Stunde gehört das Stück zu den monumentalsten Werken der Renaissance-Polyphonie. Das beliebte deutsche geistliche Lied “Maria zart, du Edler Art”, das als Cantus firmus im Tenor erscheint, wird mit unendlich einfallsreichen Sequenzen und Mustern verziert. Möglicherweise waren es diese Beispiele, die den Humanisten Paolo Cortese 1510 dazu veranlassten zu schreiben, dass Obrecht “mehr meisterhafte Süße in die Musik gesät hat, mit gekonnter Harmonie, als nötig war, um das Ohr zu erfreuen.”

Acht Sänger der Cappella Pratensis erwecken die Klänge und den Anblick der Renaissancemusik zum Leben, gemeinsam um ein einziges Chorbuch versammelt, wodurch eine intensive und intime Klangwelt entsteht. Das Manuskript, das die dicht gedrängte und komplexe mensurale Notation jener Zeit wiedergibt, wurde speziell für das Ensemble von Marc Busnel, Meisterkalligraph und Sänger des Ensembles, angefertigt.

Inspiriert von historischen Aufführungspraktiken vermitteln die Sänger Nuancen von Rhythmus und Phrasierung durch verschiedene Gesten und körperlichen Kontakt, da die Notation – anders als in einer modernen Chorpartitur – von den Interpreten verlangt, in Echtzeit Entscheidungen über Aspekte wie Textplatzierung und nicht notierte Vorzeichen zu treffen. Das Ergebnis ist ein kreativer und flexibler Interpretationsansatz, der tief in der historischen Praxis verwurzelt ist.

Festivalveranstaltungen

ERÖFFNUNG: Titans Rising Ensemble & Alexander Bonus Donnerstag, 26. November • Ab 18:00 Uhr Ort: St. Matthäus-Kirche
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FÜHRUNG: Lucas Cranach und die Renaissance-Malerei Freitag, 27. November • 12:00 Uhr Ort: Gemäldegalerie
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MUSIKALISCHE FÜHRUNG: Alla veneziana – Cor di Cristallo Freitag, 27. November • 15:00 Uhr Ort: Kunstgewerbemuseum
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CRANACH im Spiegel der Musik am Berliner Renaissancehof Freitag, 27. November • 18:00 Uhr Ort: Villa Elisabeth
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TANZFEST: The English Dancing Master (1651) – Tanzmusik aus England Freitag, 27. November • 20:00 Uhr Ort: Villa Elisabeth
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FAMILIENKONZERT: Die Berliner Stadtmusikanten Samstag, 28. November • 11:00 Uhr Ort: Villa Elisabeth
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WANDELKONZERT: Ständchen à trois Samstag, 28. November • 15:00 Uhr Ort: Villa Elisabeth
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Von der Synagoge zum Palast – Musik von Salomone Rossi und Claudio Monteverdi Samstag, 28. November • 18:00 Uhr Ort: Villa Elisabeth
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KULINARISCHE PAUSE mit Zweigulden: Frische teutsche Liedlein – Pop-Hits der 1550er Samstag, 28. November • 19:30 Uhr Ort: Villa Elisabeth (Foyer)
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Das Leuven Chansonnier Samstag, 28. November • 20:30 Uhr Ort: St. Elisabeth
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Jacob Obrecht – Missa Maria zart Sonntag, 29. November • 14:00 Uhr Ort: St. Elisabeth
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"Mein Lieb, wie schöne bist doch du" – Arien und Kantaten des Schütz-Schülers Caspar Kittel Sonntag, 29. November • 16:00 Uhr Ort: Villa Elisabeth
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WANDELKONZERT: Adventslieder zum Mitsingen auf dem Weihnachtsmarkt Sonntag, 29. November • 18:00 Uhr Ort: Umwelt- und Weihnachtsmarkt in der Sophienstraße (Sophienstr. 18)
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Festliches Abschlusskonzert: Da Pacem Sonntag, 29. November • 19:00 Uhr Ort: Sophienkirche
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